Voller Erfolg!
Xylella-Spendenaktion

Bis Ende September 2018 sind auf das Spendenkonto 13 325,43 Euro (Stand 09/2018) eingegangen! Im Namen von Giovanni Melcarne, aber eigentlich aller Olivenhainbewirtschafter – nicht nur Italiens! – möchten wir von Merum uns bei diesen großzügigen Menschen bedanken! Diese 13 325,43 Euro reichen, zusammen mit dem Betrag, der sich aus dem Verkauf der nicht benötigten Musterflaschen für die Merum Selezione ergibt, um das Gewächshaus zu bezahlen (rund 20 000,- Euro plus Mehrwertsteuer).

In den vergangenen zwei Jahren hat Giovanni Melcarne insgesamt 30 000 wildwachsende, aus Olivenkernen gewachsene Olivenbäumchen eingesammelt und aufgezogen. Jede dieser Pflanzen hat eine ureigene Erbsubstanz, keine gleicht der anderen. Da Xylella hier überall präsent ist, kann man davon ausgehen, dass diese überlebenden Pflänzchen krankheitsresistent sind. Von den 30 000 Olivenpflanzen sind im Moment 25 Exemplare agronomisch vielversprechend und Xylella-frei. Sie wurden vegetativ vermehrt – jeweils mindestens zehn Individuen mit identischer Erbsubstanz – und kommen im Herbst in das neue Gewächshaus. Hier werden sie in kontrollierter Umgebung künstlich mit Xylella beimpft. Erst danach kann sicher festgestellt werden, ob eine Resistenz vorliegt. Man hofft, diese Untersuchungen bis Mitte 2020 abschließen zu können. Danach sind nochmals mindestens zwei Jahre notwendig, um die agronomische Eignung der Xylella-unempfindlichen Olivenindividuen zu untersuchen. Erst wenn auch dies abgeklärt ist, weiß man, bei welchen der Prüflinge sich die weitere Vermehrung lohnt und eine Anerkennung als Sorte gerechtfertigt ist.

Zur Erinnerung: Bisher sind erst zwei resistente Sorten bekannt: Leccino und die Neuzüchtung FS17 (Favolosa). Auch die Feldversuche mit Veredelungen auf kranken Ogliarola-Bäumen gehen weiter, bei denen Hunderte von bekannten Sorten auf Resistenz getestet werden (mehr darüber in Merum 2/2018). Sobald wissenschaftlich gesicherte Resultate zu resistenten Sorten vorliegen, werden wir unsere Leser natürlich sofort informieren. Gleichzeitig sprießen auf dem Land neben der Ölmühle von Giovanni Melcarne aus 40 000 eingesammelten Olivenkernen kleine Pflänzchen. Bis jedoch brauchbare Resultate – sprich: resistente Sorten – vorliegen, wird es 15 bis 20 Jahre dauern. Das Gewächshaus ist deshalb so wichtig, weil mit Hilfe der bereits ausgebildeten Wildlinge praktisch 20 Jahre gespart werden können, um zu resistenten Sorten zu gelangen. Die Bewilligungen für den Bau liegen vor, die Herstellerfirma ist beauftragt, so dass der Fertigstellung des Gewächshauses bis Ende Oktober nichts mehr im Weg steht. Ich werde versuchen, bei der Einweihung dabei zu sein, um die Leser weiterhin über alles zu informieren.

Ein herzliches Dankeschön den selbstlosen Spendern! 48 Freunde des Olivenbaums haben auf unser Spendenkonto insgesamt 13 325,43 Euro einbezahlt. Unter den Spendern sind vor allem Merum-Leser, ein großes Dankeschön gebührt aber auch unseren Kollegen von der Redaktion Der Feinschmecker, die unsere Aktion in ihrem Magazin spontan unterstützt haben. Manche Spender legen Wert auf Anonymität, das respektieren wir selbstverständlich. Bei manchen Zahlungseingängen kennen wir zudem die Personen und ihre E-Mail-Adressen nicht, ohne ihre explizite Zustimmung dürfen wir ihre Namen aber nicht publizieren.

 

Hier stellvertretend eine kleine Auflistung von Freunden des Olivenbaums:

Pasquale d’Alessandro

Maren von Appen (www.ingiro.de)

Michaela Bogner (www.dasgoldderbauern.de)

Ernfried von Fuchs

Pietro Ganga (www.piervino.de)

Oliver Heimermann Olivenöl & Wein Handel

Günther Kreisel

Ulrich Merholz

Andreas Müller und Tanja Burmester

Christine und Kalle Müller

Heidi Rauch & Michael Konitzer (www.oliopiceno.de)

Keith Richmond (www.boggioli.com)

Kathrin & Angelo Romanin

Rüdiger Schreiber

Ulrich Schulte Herbrüggen

Giovannella Stianti (www.volpaia.com)

Katrin und Norbert Wendt

Martin Winterhoff (www.derolivenstand.de)

Bernd Woelffel

Guido Wyss

Josef Zbinden

 

Danke im Namen der Olivenwelt (nicht nur Italiens, und schon gar nicht nur Apuliens…)

Ihr Andreas März

 

 

Xylella, was bisher geschah…

Lesen Sie hier die in diversen Merum-Ausgaben publizierte Vorgeschichte seit 2015:

XYLELLA, WAS BISHER GESCHAH