Das Konsortium des Brunello di Montalcino hat auf seiner Mitgliedersammlung beschlossen, das Produktionspotenzial des Zweitweins der Appellation aufgrund steigender Nachfrage deutlich auszubauen. Zu den bereits bestehenden 520 Hektar Rebfläche für den Rosso di Montalcino sollen weitere 364 Hektar hinzukommen. Dafür müssen jedoch keine neuen Weinberge angelegt, sondern lediglich bereits bestehenden IGT-Sangiovese-Rebflächen die DOC-Anerkennung erteilt werden.
Das jährliche Produktionspotenzial von 3,6 Millionen Flaschen (im Durchschnitt der letzten fünf Jahre) wird damit um weitere drei Millionen Flaschen erhöht. Kleine Weingüter mit maximal zehn Hektar Gesamtrebfläche sollen gefördert werden, indem sie ihre Rosso di Montalcino-Produktion um bis zu 15 Prozent steigern dürfen, während größere ihre dem Rosso di Montalcino gewidmete Rebfläche um einen etwas geringeren prozentualen Anteil erweitern dürfen.
Der Beschluss muss noch durch die Region Toskana ratifiziert werden, was jedoch als reine Formsache gilt, da diese aktiv an der Entwicklung des Plans mitgearbeitet hat.

Winenews/fh - Dez 2023