Das Konsortium für Barolo und Barbaresco plant eine Reihe von Änderungen im Produktionsreglement. Der Vorstand hat eine Liste mit Änderungsvorschlägen erarbeitet und Anfang Februar den Produzenten der beiden Appellationen zur Diskussion vorgelegt, beschlossen ist also noch nichts.
Weitestgehend einig scheint man sich aber darin zu sein, dass die Weine nicht mehr nur innerhalb der Grenzen des jeweiligen Anbaugebiets vinifiziert und ausgebaut, sondern auch abgefüllt werden müssen. Damit soll verhindert werden, dass Barolo und Barbaresco als Fasswein in andere Regionen und Länder ausgeführt und dort abgefüllt werden. Von der Regel ausgenommen sind nur Abfüller, die innerhalb der letzten fünf Jahre für wenigstens zwei aufeinanderfolgende Jahre Barolo oder Barbaresco abgefüllt haben.
Auch die Einführung von Gemeindelagen (nach Vorbild des Barolo) für den Barbaresco dürfte Zustimmung finden.
Unterschiedliche Ansichten herrschen hingegen bei der Frage, ob man Barolo im Barbaresco-Gebiet abfüllen darf und umgekehrt. Ebenfalls besteht keine Einigkeit bezüglich der vom Konsortium vorgeschlagenen Aufhebung des Verbots, Nebbiolo-Trauben für Barolo und Barbaresco auch an Nordhängen anzubauen. Befürworter sehen darin eine angemessene Antwort auf den Klimawandel mit steigenden Temperaturen und immer weniger Niederschlägen, während kritische Stimmen auf die Tradition verweisen oder um die Wälder fürchten, die an Nordhängen dominieren. Das Konsortium hat jedoch präzisiert, dass sich der Vorschlag nur auf aktuell bestehende Rebflächen bezieht, deren Trauben bisher nicht für Barolo oder Barbaresco verwendet werden durften.

 

Gamberorosso/fh - Feb 2024

Die Rebfläche der Region Piemont soll bis zum Jahr 2025 um 622 Hektar wachsen. Bereits von den Behörden genehmigt wurden 66 Hektar Nebbiolo für den Barolo und 21 Hektar für den Barbaresco. Für den Weißwein Gavi sind für 2023 zusätzliche 15 Hektar der Rebsorte Cortese geplant. Der stärkste Zuwachs steht aber für die Schaumweine der Appellationen Asti DOCG, Moscato d’Asti DOCG und Alta Langa DOCG ins Haus. Für den Asti und den Moscato d’Asti sind 300 Hektar neue Rebfläche bis 2025 bei den Behörden beantragt, für die Metodo Classico der Alta Langa aus Pinot nero und/oder Chardonnay 220 Hektar im gleichen Zeitraum.

Winesearcher/fh - Feb 2023

Die Cantine Coppo aus Canelli mit ihrer historischen Moscato-Kellerei und 52 Hektar Rebfläche wird Teil der Dosio-Gruppe, die auch das gleichnamige Barolo-Weingut einschließt und insgesamt 42 Hektar eigene Rebfläche besitzt. Dies gaben die beiden Unternehmen am 7. Juni in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt, über Kaufpreis und genaue Vertragsbedingungen wurde Stillschweigen vereinbart. Die operative Führung der Cantine Coppo wird auch weiterhin in Händen der Familie Coppo bleiben, die zudem zwei Plätze im Aufsichtsrat der von Gianfranco Lanci geführten Dosio-Gruppe erhält.

Coppo/Dosiovigneti/Winenews/fh - Jun 2021