Das italienische Agrarmarktforschungsinstitut Ismea hat die Weinproduktionspreise (vor Abfüllung, ohne Mehrwertsteuer) für DOC- und DOCG-Weine im Jahr 2023 untersucht und mit denen von 2022 verglichen. Dabei überholte der Amarone della Valpolicella dank einer Preissteigerung um 14,3 Prozent gegenüber 2022 mit 11,05 Euro pro Liter den in vorherigen Jahren immer an der Spitze stehenden Brunello di Montalcino, dessen Preis nahezu unverändert bei 9,95 Euro bleibt. Auf dem dritten Platz landet der Barolo mit 9,10 Euro, gefolgt vom Barbaresco mit 7,00 Euro.
Insgesamt zeigte sich bei den weißen DOP-Weinen ein durchschnittlicher Rückgang um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Roten mit +0.2 Prozent stabil blieben.
Bestbezahlter Weißer ist der Südtiroler Gewürztraminer mit 4,80 Euro, gefolgt vom Franciacorta (3,75 €, +11,7%). Einen Preisverfall zu beklagen haben Prosecco DOC (-13% auf 2,05 €), Vermentino di Sardegna (-14,7%, auf 1,38 €) und in besonders starkem Maße der Marsala mit einem Rückgang um 23 Prozent auf 1,50 Euro.
Bei den Rotweinen zeigten sich die Preise der potenziell lagerfähigeren Weine stabil, während sie bei den trinkigen Alltagsweinen wie Chianti DOCG (-15,3%), den roten der DOC Sicilia (-6,1%) und den verschiedenen Lambrusco-Appellationen (zwischen -5 und -7,5%) fielen.

Ismea/Gamberorosso/fh - Jan 2024

Schwerer Hagelschlag hat am 8. September 2022 im Kerngebiet des Valpolicella Classico (Fumane, Marano und Negrar) sowie in Grezzana, Mezzane und Cazzano di Tramigna Schäden in den Weinbergen verursacht. Eine Woche vor Lesebeginn fielen viele der zur Amarone-Produktion bestimmten Trauben zu Boden, Beeren platzten sowohl am Stock als auch am Boden auf. Das von sturmartigen Böen begleitete Unwetter verursachte auch an Dächern, Gebäuden und Bäumen Schäden, die sich wiederum auf die Weinberge auswirkten, zum Beispiel durch auf Rebzeilen stürzende Bäume. Eine genaue Schadenssumme konnte bis jetzt nicht beziffert werden.

Gamberorosso/fh - Sep 2022