Merum 6/2017

SARDINIEN
Der blutrote Cannonau aus Mamoiada

Anfang Juli, 38 Grad, zehn Uhr vormittags… Ich fahre von Olbia an der Küste nach Mamoiada ins Inland. Mamoiada! Die Zeit der Blutrache ist zwar seit 30 Jahren vorbei, aber wenn der Name fällt, sind die Geschichten sofort wieder da, über die zu meiner Kindheit ganz Italien sprach. Nicht nur aus Mamoiada wurden Schreckensgeschichten berichtet, die gesamte Barbagia galt als Banditenland, das man damals besser mied. Als Kind war ich mit meinen Eltern nur selten in der Gegend und auch bis heute ist sie mir unbekannt geblieben.
Warum ich gerade jetzt hinfahre? Ein befreundeter Winzer aus dem Trentino erzählte mir begeistert von Mamoiada und seinen Weinen. Er schwärmte geradezu über sie und zog sogar Parallelen zum Ätna. Sicher, vieles sei noch am Anfang, aber das Potenzial des Cannonau von Mamoiada sei enorm, sagte er. Das machte mich natürlich neugierig, ich beschloss, bei meinem nächsten Sardinien-Besuch einen Abstecher dorthin zu machen. (Raffaella Usai)

Lesen Sie den ganzen Artikel über die Cannonau aus Mamoiada im aktuellen Heft 6/17.

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