In Battipaglia (Provinz Salerno) im Herzen des traditionellen Produktionsgebietes der Mozzarella di Bufala Campana DOP öffnet am 15. Juni ein neues Museum seine Pforten: das Museo della Bufala e della Mozzarella. Das Museum beleuchtet die Geschichte des Zusammenlebens von Menschen und Büffeln in der Ebene des Sele, Keimzelle der Erfolgsgeschichte der Büffelmilchmozzarella, und befindet sich in einem historischen Gehöft. Der Besucher erfährt, wie früher mit den Tieren gearbeitet und Mozzarella hergestellt wurde und kann im Rahmen einer Führung auch historische Ställe, Geräteschuppen und Produktionsstätten besuchen. Mehr Infos unter www.museodellamozzarella.it.

Gamberorosso/Museodellamozzarella/fh - Jun 2021

Die neue US-Regierung und die EU-Kommission haben sich darauf geeinigt, die Strafzölle auf die Einfuhr von EU- respektive US-Produkten auszusetzen. Die Aufhebung der Zölle gilt ab 11. März für zunächst vier Monate. Die Entspannung im transatlantischen Handelskonflikt lässt betroffene Wirtschaftszweige in Italien aufatmen. So hatten beispielsweise die italienische Wurstwaren-, Käse- und Spirituosenindustrie schwer unter den am 18. Oktober 2019 von der Regierung Trump eingeführten 25-prozentigen Einfuhrzöllen zu leiden. Der italienische Wein war im Gegensatz zum spanischen, französischen und deutschen nicht betroffen.
Aus Furcht vor einer Wiedereinführung der Zölle nach Ablauf des viermonatigen Moratoriums füllten amerikanische Importeure und Händler nur wenige Tage nach Bekanntgabe der Zollaufhebung ihre Lagerbestände insbesondere an italienischem Käse und Spirituosen auf und sorgten damit für einen kleinen Boom in den entsprechenden Sektoren.

Gamberorosso/Ilsole24ore/fh - Mrz 2021

Nach der Veröffentlichung im Europäischen Amtsblatt im Dezember 2020 hat Italien neben der Mozzarella di Bufala campana eine weitere geschützte Ursprungsbezeichnung (DOP/Denominazione di Origine Protetta) für Mozzarella vorzuweisen: Mozzarella di Gioia del Colle DOP. Wesentlicher Unterschied zum kampanischen Konkurrenten ist die Hauptzutat: Statt wie in Kompanien aus Büffelmilch wird die in und um die Gemeinde Gioia del Colle in der Provinz Bari produzierte Mozzarella aus Kuhmilch hergestellt. Die potenzielle Jahresproduktion von 16 000 Tonnen Mozzarella im Wert von 120 Millionen Euro wird von 280 Zuchtbetrieben und über 70 Käsereien erwirtschaftet.
Im benachbarten Kampanien hält sich die Begeisterung über die DOP-Anerkennung in Grenzen. Zum einen befürchtet man, dass Konsumenten die kampanische Büffelmilchvariante Mozzarella di Bufala campana DOP mit der apulischen Kuhmilchvariante verwechseln könnten, zum anderen steht das Käsepodukt aus Gioia del Colle in Konkurrenz zum traditionellen, kampanischen Kuhmilchmozzarella Fior di Latte di Agerola, der „nur“ als garantiert traditionelle Spezialität (STG/specialità tradizionale garantita) geführt wird.

Qualivita/fh - Mrz 2021

Die Früchte des Olivenbaums waren schon in der Jungsteinzeit ein beliebter Snack, wie Archäologen der Universität Tel Aviv herausfanden. Vor der israelischen Küste nahe der Stadt Haifa stießen sie am Meeresgrund auf Tausende von Olivenkernen, deren Alter sie auf 6600 Jahre schätzen. Sie sind damit 4000 Jahre älter als die bisher ältesten gefundenen Überreste von Tafeloliven, die aus der Zeit um das Jahr 2600 v.Chr. stammten.
Der Fundort mit Überresten von Becken und Gruben aus Stein und Lehm soll nach Angaben der Wissenschaftler damals noch über dem Meeresspiegel gelegen haben. Dass hier Tafeloliven und kein Olivenöl produziert wurden, führen sie darauf zurück, dass sie größtenteils auf intakte Kerne stießen, während sie in ehemaligen Ölproduktionsstätten vorwiegend auf zermahlene Überreste stießen. Die Lage direkt am Meer machte es zudem einfach, die Früchte in Salzlake einzulegen, um sie genieß- und haltbar zu machen. Weil rund um den Fundort keinerlei Überreste von Wohnhäusern zu finden waren, geht man von einer «industriellen» Produktionsstätte für Tafeloliven aus.

Scientificreports/Teatronaturale/fh - Feb 2021

Die EU hat eine umfassende Datenbank eingerichtet, in der man sich detailliert über sämtliche Produkte mit geographischer Angabe (DOP und IGP) der EU-Mitgliedstaaten informieren kann. Auch außereuropäische Produkte, für deren Herkunftsschutz Verträge mit der EU bestehen, sind enthalten.
Unter http://www.tmdn.org/giview finden sich alle Daten zum Schutzstatus in der EU inklusive Produktbeschreibungen (teilweise mit Karten und Fotos), Verweisen auf eventuell bestehende Abkommen mit Nicht-EU-Handelspartnern und externen Links zu den Behörden des jeweiligen Herstellerlands.

EU/Oliveoiltimes/fh - Feb 2021

Die lange Liste italienischer Agrarprodukte und Lebensmittel mit geschützter Herkunftsangabe ist seit Ende Oktober um zwei Einträge reicher. Die in Cetara an der Amalfi-Küste nach jahrtausendealter Methode hergestellte Sardellensauce Colatura di Alici di Cetara erhielt das DOP-Siegel.
Außerdem werden die autochthonen, am Ätna angebauten Zitronensorten ab sofort mit der geschützten geographischen Angabe Limone dell‘Etna IGP versehen. Italien kommt damit auf insegesamt 309 Lebensmittel und Agrarprodukte mit geschützter Herkunftsbezeichnung.

Qualivita/fh - Dez 2020

Die Kapern von den sieben Äolischen Inseln (Lipari, Salina, Stromboli etc.) genießen seit dem 7. Mai 2020 den europäischen Herkunftsschutz DOP (denominazione di origine protetta). Sie unterscheiden sich in ihrer Form und Farbe von anderen Sorten und werden aufgrund ihres intensiv-fruchtigen Geschmacks von Kapernkennern hoch geschätzt. Die Inselkaper darf nun die geschützte Herkunftsbezeichnung Cappero delle Isole Eolie DOP tragen, wenn sie vor Ort angebaut und – entweder in Meersalz oder Salzlake eingelegt – konfektioniert wird.

Qualivita/fh - Jun 2020