Die dreitägige Spezialausgabe der Veroneser Weinmesse vom 17. bis 19. Oktober 2021 hat die Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Obwohl es sich aufgrund der Corona-Lage um eine abgespeckte Version der Messe handelte, an der durch die Terminierung im Oktober viele Weingüter nicht teilnehmen konnten, fanden sich nach Angaben der Veranstalter 12 000 Fachbesucher in Verona ein. Die Zahl der in- und ausländischen Einkäufer aus 60 Ländern belief sich auf 2500, was 22 Prozent des üblichen Aufkommens entspricht. Besonders stark vertreten waren nach Angaben von Veronafiere die Länder Nordeuropas, Deutschland und Frankreich, Russland, USA und Kanada. Die geografische Aufteilung der Einkäufer steht Messedirektor Giovanni Mantovani zufolge „im Einklang mit den Wachstumszahlen auf den internationalen Märkten, die in den ersten sieben Monaten dieses Jahres einen Anstieg von insgesamt 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichneten.“ Steigendes Interesse vor allem aus Nordeuropa und Deutschland war auch für die Bioweine zu verzeichnen, die mit 42 Weingütern vertreten waren.

 

Veronafiere/fh - Okt 2021

Winzer in den 51 Gemeinden des Produktionsgebiets von Asti DOCG und Moscato d’Asti DOCG können ab dieser Weinlese ihre Steillagenweine mit der Marke „Sorì eroici“ kennzeichnen. Sorì ist eine dialektale Bezeichnung für besonders hochwertige Weinberge in Hanglage mit guter Sonneneinstrahlung. Die Verwendung ist nicht nur den beiden Weinen auf Moscato-Basis vorbehalten, sondern kann auch für andere Weine verwendet werden, falls die Weinberge im selben Produktionsgebiet liegen und die Bedingungen für eine Aufnahme ins Register der Sorì eroici erfüllen. Nach jahrelanger Erfassung von 20 000 Hektar Rebfläche wurden die Parzellen ausgewählt, die eine Hangneigung von mindestens 40 Prozent aufweisen, Nordlagen ausgeschlossen. Auch Weinberge mit einem geringeren Gefälle können als Sorì eroici deklariert werden, sofern sie bestimmte Bedingungen erfüllen, z.B. dass sie nicht mechanisch bearbeitet werden können. Eine weitere Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass die Weingüter bereits über ein Umweltfreundlichkeitszertifikat verfügen (Bio, biodynamisch, SQNPI-Protokoll und andere). Bisher haben dreizehn Produzenten ihre Grand Cru-Lagen als Sorì eroici registrieren lassen, was einer Rebfläche von 44 Hektar entspricht.

 

AssociazioneComuniDelMoscato/Civiltàdelbere/fh - Okt 2021

Italien liegt mit einem Anteil von 15 Prozent biozertifizierter Rebfläche weltweit an erster Stelle vor Frankreich und Österreich (je 14%). Die weltweite Bioanbaufläche beträgt 454 000 Hektar und verteilt sich auf insgesamt 63 Länder. Drei Viertel davon befinden sich einem Bericht der Weltorganisation für Rebe und Wein (OIV) zufolge in Spanien, Frankreich und Italien. Dass der Bioanbau noch ein relativ junges Phänomen ist, zeigt sich unter anderem an den starken Zuwachsraten: Zwischen 2005 und 2019 stieg der weltweite Anteil der Biorebfläche im Durchschnitt um dreizehn Prozent pro Jahr, während die konventionell bewirtschaftete Anbaufläche nur um 0,4 Prozent wuchs.

 

OIV/Teatronaturale/fh - Okt 2021

In Paola (Provinz Cosenza) hat sich Anfang Oktober ein tragischer Gärgasunfall in einem Weinkeller ereignet. Vier Personen starben, eine Person wurde schwer verletzt, vermutlich durch ausströmendes Kohlendioxid aus einem mit gärendem Most befüllten Tank. Drei der Opfer wurden im Inneren des Gärbottichs aufgefunden. Nach Angaben der Ermittler war der zur Produktion von Wein für den Eigenbedarf genutzte Keller nicht ausreichend belüftet.

 

Ilsole24ore/Quicosenza/fh - Okt 2021

Marchesi Frescobaldi erweitert sein Portfolio um ein weiteres Weingut. Zusätzlich zu den bereits im Besitz des Unternehmens befindlichen acht Weingütern in verschiedenen toskanischen Anbaugebieten gab Frescobaldi am 15. September 2021 den Kauf des Vino-Nobile-Weinguts Tenuta Corte alla Flora in Montepulciano vom Römer Unternehmer Sergio Cragnotti bekannt. Der Kaufpreis des Weinguts mit 90 Hektar Fläche (wovon 35 Hektar Reben) wurde nicht bekanntgegeben. Mit dem letzten Weingutserwerb steigt die Rebfläche von Frescobaldi in der Toskana auf fast 1500 Hektar.

 

Winenews/fh - Okt 2021

Dem jüngsten Bericht des nationalen Waldinventars zufolge befinden sich Italiens Wälder in kontinuierlichem Wachstum. Fläche und Biomasse und mit diesen die Fähigkeit, Kohlenstoffdioxid zu speichern, nahmen seit der letzten Erhebung 2005 kontinuierlich zu. So wuchs die Waldfläche um 586 925 Hektar auf 11 054 458 Hektar an, was 36,7 Prozent der nationalen Fläche Italiens entspricht. Die Biomasse, an der sich die Beständigkeit der italienischen Wälder ablesen lässt, stieg im gleichen Zeitraum um 18,4 Prozent, von 144,9 auf 165,4 Kubikmeter pro Hektar Wald. Damit wuchs auch die Speicherkapazität für Kohlendioxid von 1798 auf 2088 Millionen Tonnen an, also 290 Millionen Tonnen CO₂ mehr, die der Atmosphäre entzogen werden.

 

Teatronaturale/fh - Okt 2021

Die EU hat ein Forschungsprojekt zur Suche nach Xylella-resistenten oder -toleranten Olivensorten ausgeschrieben. Dem Gewinner der am 18. Oktober 2021 endenden Ausschreibung sollen für einen Zeitraum von 35 Monaten 56 487,20 Euro zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist die Entdeckung weiterer widerstandsfähiger Olivensorten neben den bereits dafür bekannten Leccino und Favolosa.

Teatronaturale/fh - Okt 2021

Bioarchäologische Untersuchungen der Überreste von im Jahre 79 n. Chr. durch den Ausbruch des Vesuvs in Herculaneum gestorbenen Personen brachten detaillierte neue Erkenntnisse über die Ernährungsgewohnheiten seiner Bewohner an den Tag. Durch die Bestimmung der stabilen, d.h. nicht dem radioaktiven Zerfall im Laufe der Zeit ausgesetzten Aminosäure-Isotopenwerte aus Knochenkollagen und die Verwendung von Bayes’schen Wahrscheinlichkeitsmodellen, die das Wissen über die Proteinsynthese einbeziehen, konnten Forscher der Universität York (England) die Ernährung von 17 Erwachsenen aus Herculaneum mit einer noch nie dagewesenen Genauigkeit rekonstruieren.

Bereits bekannt war, dass Olivenöl eine wichtige Nahrungsquelle war, um den Mangel an Fett aus Fisch, Getreide, Obst und Gemüse auszugleichen, die damals zu den Grundnahrungsmitteln gehörten, und auch zur Konservierung saisonaler Lebensmittel eingesetzt wurde. Die Forscher konnten nun die verbrauchte Menge von 20 Litern Olivenöl pro Kopf und Jahr beziffern und kamen auch zu dem Ergebnis, dass der Anteil von Olivenöl an der gesamten Kalorienzufuhr der damaligen Bevölkerung bei etwa 20 Prozent lag.

Außerdem stießen sie auf Hinweise zur unterschiedlichen Ernährung von Männern und Frauen. So nahmen Männer im Durchschnitt etwa 50 Prozent mehr Proteine aus Meeresfrüchten zu sich als Frauen und konsumierten auch etwas mehr Getreideprodukte. Die Diät der Frauen wies hingegen einen höheren Prozentsatz tierischer Proteine und lokal angebauter Obst- und Gemüsesorten auf.

 

Oliveoiltimes/Teatronaturale/fh - Okt 2021

Die Europäische Kommission subventioniert ein Forschungsprojekt der Universität Jaén zur Xylella-Bekämpfung. Ziel des Projekts ist es, ein neues intelligentes Biopestizid auf der Grundlage von Bakteriensporen zu entwickeln, das sowohl auf die Bekämpfung des Überträgerinsekts – die Wiesenschaumzikade – als auch die Behandlung mit Xylella fastidiosa infizierter Bäume ausgerichtet ist.

Während die Verwendung von Sporen in der Medizin nicht neu ist, versuchen die Forscher, das Konzept durch die Entwicklung von Sporen als Träger von Biopestiziden zu erweitern. Zu diesem Zweck werden im Rahmen der Studie die bakteriellen Kandidaten aus Vektoren und Olivenhainen isoliert. In einem Aktivitätsscreening sollen neue antimikrobielle Peptide identifiziert werden, die gegen Xylella fastidiosa wirken. Die Bakteriensporen werden dann so manipuliert, dass sie die Wirkstoffe im Kern speichern können und diese dabei gegen biologischen Abbau und physikalisch-chemische Einflüsse geschützt sind. Das so gewonnene Protein wird dann im Feldversuch während der Keimung der Sporen in die Umwelt freigesetzt.

 

 

Oliveoiltimes/fh - Sep 2021

Die Konsortien vom Chianti DOCG und Brunello di Montalcino DOCG haben für die kommende Ernte Absenkungen des Höchstertrags beschlossen. Für den Chianti (Teilgebiete und Superiore eingeschlossen) dürfen nur 85 Prozent des jeweils vorgesehenen Hektarhöchstertrags gelesen werden, während man beim Brunello den Maximalertrag für den ersten Hektar unberührt lässt, ihn aber für die darüberhinausgehende Rebfläche von 8000 auf 7000 Kilo Trauben pro Hektar absenkt. Für die Lagerbestände der letzten drei Jahre besteht außerdem die Möglichkeit der Deklassierung. Das heißt, ein Wein, der zur Brunello-Produktion bestimmt und deklariert war, kann nachträglich z.B. zu einem Rosso di Montalcino deklassiert und damit nicht erst nach fünf Jahren Lagerzeit verkauft werden.

Teatronaturale/fh - Jul 2021